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Samstag, 28. Juni 2014

Altstadtfest: Menschen, die in die Zukunft sehen

Ein Blick auf die Uhr verrät, dass der Samstag noch drei Stunden andauert.
Nicht jedoch für einen Teil der lokalen Presse, die bereits jetzt eine Bilanz des Altstadtfestes online stellen und konstatieren kann, dass "es am Samstag schwierig wurde", wegen Regens und Fußball WM.
Wer kann denn da in die Zukunft sehen? Hat jemand eine Kristallkugel?
Oder sollen uns die Worte sagen: "Alles schon vorbei. Lohnt nicht mehr, hinzugehen..."
Ein Schelm, wer Arges dabei denkt.
Zum Selbstlesen.

Freitag, 27. Juni 2014

Altstadtfest 2014: Die wundersame Stellflächenvermehrung



Die Wirte der Limburger Altstadt mussten zu Beginn der Freiluftsaison radikale Einschnitte in ihre angestammten Rechte hinnehmen. Um bis zu zwei Drittel wurden ihnen die Stellflächen vor ihren Lokalen gekürzt – und Brandschutzgründe wurden dafür vorgeschoben. Städtische Hilfstruppen patrouillierten und verteilten bekannt selektiv Anzeigen mit heftigem Bußgeld, weil ein Gast einen Stuhl auf die Sperrflächen gerückt hatte.
Die Zufahrt der Drehleiter muss gesichert sein....
Wie groß war da die Verwunderung, als der Veranstalter des Altstadtfestes seine „Angebote“ an die ansässigen Lokalbetreiber verschickte, und ihnen darin das Mehrfache an Freifläche vermieten wollte, das ihnen die Stadt zugestanden hatte! Teils mit massivem Druck wurde die Anmietung von Quadratmetern durchgepeitscht (O-Ton: „Wenn Du nicht unterschreibst, stell ich Dir eine Biergondel direkt vor den Laden…“), die den Wirten von Seiten der Stadt verweigert wurden.
Ein mehr als interessanter Vorgang. Offenbar ist damit durch städtische Verordnung beschlossen, dass in der Altstadt von Freitag bis Sonntag kein Feuer ausbricht, niemand sich ein Bein bricht und keiner einen Herzinfarkt bekommt!
Oder wie darf man das verstehen? Vermietet die kommerzielle Krämervereinigung an nichtsahnende „Geschäftspartner“ Stellflächen, über die sie gar nicht verfügen darf? Wie werden die Verantwortlichen der Stadt reagieren, wenn sie das wahrnehmen. Oder wird wieder die Drei-Affen-Operation (nix gesehen, nix gehört, nix gesagt) anlaufen?
Falls die Stadt ihre „Linie“ (Ja, ich weiß, im Zusammenhang mit Taten und Nichttaten der Stadtverwaltung Limburg von einer Linie zu sprechen, ist mehr als verwegen) beibehält und ausnahmsweise einmal ihre eigenen Anordnungen ohne Ansehen der Person des Gegenübers durchsetzt, wie werden da die Marktbeschicker reagieren. Haben sie für mehr als teures Geld das Recht erkauft Zeltbau auf einem Gelände zu betreiben, auf dem sie es gar nicht dürfen?
Und was passiert, wenn es wirklich brennt?